Wenn die Nerven davon flattern…

Einige der führenden Kynologen weltweit weisen darauf hin, dass Stress eine der Hauptursachen für viele problematische Verhaltensweisen unserer Tiere heutzutage darstellt. Betrachtet man die heutigen Haltungsbedingungen einmal genauer, dürfte dies nicht weiter verwundern: Als Rudeltier müssen viele Hunde alleine stundenlang Zuhause bleiben. Gleichzeitig soll sich unser Begleiter aber allen Situationen möglichst gut anpassen und durch vorbildliches Verhalten auffallen. Das geht an keinem Organismus spurlos vorbei. Während der eine Hund diesen Stress lange kompensieren kann, ohne Anzeichen zu zeigen, beginnt der andere bereits Verhaltensauffälligkeiten zu zeigen.


Die Zeichen können vielschichtig sein

  • – körperlich z.B. Herzklopfen, Schmatzen, Hecheln
  • – im Verhalten z.B. Aggressionen, Erregung, Unruhe, unbegründete Ängste

Auf die Stress-Situation folgt eine Reaktion. Diese wird in unterschiedliche Phasen unterteilt

  • Die Reaktion – Der Körper stellt die nötigen Hormone und Nervenimpulse zur Verfügung, um dem Körper eine Reaktion zu ermöglichen.
  • Der Widerstand – Der Organismus konzentriert/fixiert sich auf den Stressauslöser, andere Reize der Umwelt geraten in den Hintergrund.
  • Die Erschöpfung – Bei zu lange andauerndem Stress werden die Reaktionen, die der Körper zeigt, chronisch. Der Hund steht unter Dauerstrom und ist anfällig für organische Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten.

Als Auslöser kommen viele verschiedene Ursachen in Frage

  • Schmerzen oder Krankheit
  • familiäre Veränderung wie Besitzerwechsel, Trauerfall, Nachwuchs
  • Überforderung durch falsches, unpassendes Training
  • harte, unpassende Erziehungsmethoden
  • Unruhe im häuslichen Umfeld z.B. der Hund hat keinen ruhigen Rückzugsort, an dem er ungestört schlafen kann.
  • Naturgewalten z.B. Gewitter
  • Autofahrten, Tierklinik
  • Auseinandersetzungen mit anderen Hunden z.B. falsche Hundekonstellation Zuhause, mangelndes Management bei Hundebegegnungen
  • fehlende Regeln und Grenzen
  • Einsamkeit, Langeweile


Entspannung für nervöse, ängstliche und stressanfällige Hunde

Stress ist eine ganz normale Alarmreaktion des Körpers. Neben vielen weiteren Faktoren kann auch eine mangelhafte Ernährung ein Auslöser für dauerhaften Stress sein. So gibt es eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, von denen u.a. ängstliche, unruhige oder leicht reizbare Tiere profitieren können, ohne den Nachteil einer negative Beeinflussung des Wachzustandes zu erleben.